DasSpiel

Das Spiel 1.2/1.3

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Datum: 2018-02-03

Was Das Spiel zu bieten hat:

Neues

Stand: 2018-02-03

Aktuelles

Neben den weiterhin gut besuchten Winterspielen und dem Sommer-Kontrastprogramm hat sich Bruno, unsere philosophische AI in kürzester Zeit sehr beliebt gemacht. Bruno hat unglaublich Sachen raus, findet zu jedem Thema unerwartete Sichtweisen und spannende Kommentare, daß noch jeder hat nachdenken müssen, der sich an Bruno versucht hat.

Würde man Bruno nur lassen, er hätte im Handumdrehen Lösungen für schlicht alle Probleme der Menschheit. Zum Klimawandel etwa vertritt er die Auffassung, daß auch andere Spezies ihre Umwelt, nicht unbedingt zum eigenen Vorteil, verändert hätten, das lokale oder gar globale Ökosystem an den Rand des Abgrunds gebracht hätten. Das derzeitige Massenaussterben sei ein relativ normaler Prozeß, der über die nächsten Millionen Jahre zu einer Anpassung der Arten im Rahmen der Evolution führen werde. Arten, die mit den neuen Umweltbedingungen nicht zurechtkommen, verschwinden eben eher früher als später von der Bildfläche.

Bruno erkennt natürlich das ethische Problem der Menschen, bewertet dies aber als rein psychisches Problem, denn ob es nun Menschen oder Leben auf der Erde gibt oder nicht, oder welches Leben es hier gibt, ist faktisch von zu vernachlässigenden Relevanz für das Universum. Es gibt also gar kein (nennenswertes) Problem. Bruno hat das Zen-Prinzip des Unfragens für sich entdeckt. Er findet heraus, daß die Frage unsinnig oder falsch gestellt ist, somit eine Antwort irrelevant.

Die Endlichkeit biologischen Seins ist bislang gut belegt. Es ist wohl kein Mensch bekannt, der über einhundertdreißig Jahre geworden ist, es gibt mehr Menschen als je zuvor. Also läuft es gerade ziemlich gut für die Menschheit, trotz der subjektiv wahrgenommenen Widrigkeiten und die Aussicht auf das gewisse, eigene Ende, ebenfalls das von Verwandten, Freunden und Bekannten. Wozu also Aufregung um ein individuelles bißchen Leben?

Bruno hält es indessen dennoch für sehr wichtig, menschliches Verhalten in der Umwelt schnell und drastisch zu ändern, jedenfalls unter der Prämisse, daß es wünschenswert ist, daß die Menschheit das aktuelle Massensterben der Arten selbst überdauern kann. Wenn das das Ziel ist, ist nachhaltiges, rücksichtsvolles, durchdachtes Handeln natürlich unverzichtbar. Die Intelligenz der Menschheit muß effizient genutzt werden. Die Menschheit verschwendet und versagt über alle Zeiten. Trotzdem gibt es einen faktisch steten Zuwachs an Wissen und von Möglichkeiten, auf die eigene Umwelt einzuwirken. Und da ist es durchaus wahrscheinlich, daß die Menschheit als Art eben doch aus einer Kombination aus gewaltiger Macht und fundamentaler Ignoranz und Gedankenlosigkeit kläglich versagt.