Öffentliche Kunst in Hannover

Echo II

Der Titel bezieht sich darauf, daß sich die Skulptur als symbolische Erinnerung an die Synagoge versteht, welche in Hannover in der Reichsprogromnacht (Kristallnacht) durch Brand zerstört wurde. Einige Meter weiter gibt es eine größere Gedenkstätte für die zerstörte Synagoge und im gleichen Stadtviertel ein jüdisches Mahnmal. Aufgebaut wurde die Synagoge hier allerdings nicht wieder, die Fläche wird anderweitig genutzt.

Die Skulptur besteht aus vier flachen Metallplatten, welche teilweise mit ihren Ecken auf kleinen Ständern aufgebockt sind. Insgesamt ist die Skulptur also sehr minimalistisch und abstrakt ausgelegt. So ergibt sich keine einheitliche Grundfläche, die sonst ein Grundriß eines Gebäudes hätte darstellen können, welcher so jedenfalls dekonstruiert ist.

Da keine Beschriftung vorhanden ist und der Abstraktionsgrad so hoch, ist es eher unwahrscheinlich, daß sich ein zufälliger Passant an die abgebrannte Synagoge erinnert fühlen wird. Insofern ist der Symbolwert insoweit sehr hoch, als anhand des Symbols der Zweck nicht erkennbar ist. Nun kenne ich mich mit der zugehörigen Religion und Synagogen nicht aus, kann also nicht sagen, ob jemand, der damit vertraut ist, eine eindeutige Assoziation haben wird. Vermutlich ist bei solchen Personen aber auch eine Erinnerung oder ein Bewußtsein für das betreffende Ereignis ohnehin vorhanden.

Von Semah sind andere Skulpturen mit Stahlplatten bekannt, teils mit Tierskulpturen aufgebockt, insofern fügt sich diese Skulptur recht schlüssig in sein Werk ein.

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