Öffentliche Kunst in Hannover

Einschnürung

Die Steinstele mit quadratischem Querschnitt in der Grundform ist im oberen Bereich so bearbeitet, daß sich der Eindruck einer Einschnürung ergibt. Kleinere und größere Falten sind geschickt in dem Stein eingearbeitet, als sei ein weiches Tuch eingeschnürt worden. Im Detail ist die Oberfläche des Steins so bearbeitet, daß ebenfalls der Eindruck von Stoff entsteht.

Ein direkter Bezug zum Aufstellungsort vor dem Zoo ist nicht gerade naheliegend, zumal die Zoobesucher ohnehin vermutlich gerade Anderes im Sinn haben. Wenn man genau beobachtet, erkennt man aber, wie der weitere Eingang des Zoos selbst eine Art Einschnürung wird, eine langgezogene Verengung, um die Besucher zu Kasse und Durchlaß zu kanalisieren. Nicht nur das. Durch die Muskikberieselung wird sich auch dort so mancher eingeschnürt fühlen, eingeengt und bedrängt, unmöglich, der Berieselung zu entgehen, wenn man den Zoo besuchen will. Da die Berieselung vermutlich aber deutlich später installiert wurde als die Skulptur, scheint sich eher der Zoo bei der Skulptur Inspiration geholt zu haben, um die Besucher zu bedrängen, zu drangsalieren, einzuschnüren.

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