Quenox Automatikzwischenring 31mm (Beschreibung)

Im September 2013 habe ich mir einen Zwischenring von Quenox gegönnt. Mit etwa 33mm ist dieser etwas kurz für meine Zwecke, aber immerhin länger, als der Name vermuten läßt. Auch gibt es wohl keine deutlich längeren Automatikzwischenringe, die wirklich brauchbar sind.
Nach einer groben Enttäuschung mit dem MeiKe Variabler Automatik-Zwischenring 46mm-68mm bedingt durch massives Streulicht, welches dieser Zwischenring produziert, war ich nun sehr gespannt, wie dies bei dem Zwischenring von Quenox aussieht. Und in der Tat gibt es keine Probleme mit Streulicht bei diesem Zwischenring von Quenox. Im Bedarfsfalle kann auch eine rechteckige Kunststoffstreulichtblende in dem Zwischenring herausgenommen werden.

Eine Anleitung oder Information, wie Vergrößerungen berechnet werden können, liegen dem Zwischenring nicht bei. Die Verwendung ist allerdings auch selbsterklärend und Formeln können im Bedarfsfalle der Fachliteratur entnommen werden.

Anders als der Zwischenring von MeiKe ist der von Quenox auch so paßgenau gefertigt, daß er sich leicht wieder von Objektiv und Kamera entfernen läßt. Die elektrischen Anschlüsse sind federnd gelagert und vergoldet. Hinsichtlich der Qualität der Anschlüsse ist allenfalls anzumerken, daß sich die Vergoldung an der festen Seite leicht abzureiben scheint, also vermutlich etwas dünn ausgelegt ist.

Der Knopf zum Lösen der Verbindung zum Objektiv ist ausreichend groß und griffig ausgelegt und funktioniert problemlos, anders als etwa der beim Zwischenring von MeiKe. Suboptimal ist allerdings, daß die Markierungen für die Positionierung zum Anschluß an Kamera und Objektiv nur innen angebracht sind und nicht seitlich außen.

Hilfreich ist der kurze Zwischenring für meine Zwecke etwa, um beim Teleobjektiv mit einer Brennweite von 300mm die Naheinstellgrenze etwas zu verkürzen, wozu allerdings noch ein oder zwei weitere dieser Zwischenringe nützlich wären, die dann noch nachzukaufen sind. Hilfreich ist der Einsatz hier, weil solche Objektive bei der normalen Naheinstellgrenze auch die Brennweite deutlich verkürzen, also deutlich weniger stark vergrößern, als man sich das wünsche mag. Da es sich zudem nicht um ein Makroobjektiv handelt, kommt man damit anders nicht zu brauchbaren Vergrößerungen, wie man sie bei aufmerksamen Tieren wie einigen Libellenarten gerne hätte, um ihre Fluchtdistanz nicht zu unterschreiten. Aber auch bei einem Makroobjektiv mit einer Brennweite von 100mm ist der Ring sehr nützlich, weil auch dieses bei der normalen Naheinstellgrenze die Brennweite verkürzt. Somit ist auch dort der Aufnahmeabstand kürzer als man sich dies manchmal wünschen mag. Der Zwischenring kann hier also je nach Entfernungseinstellung des Objektivs genutzt werden, um einen etwas größeren Arbeitsabstand zu verschaffen oder aber bei einem kleineren eine etwas stärkere Vergrößerung.

Als Mängel haben sich bei den Zwischenringen zwei Dinge ergeben - teilweise funktionieren die elektrischen Kontakte nicht richtig, die Spannung der Federn scheint teilweise unzureichend zu sein. Das kann man aber leicht mit einem kleinen Schraubendreher selbst beheben, indem man die betroffene Feder vorsichtig und geringfügig in Richtung des Kontakts verschiebt.
Ein deutlich schlimmerer Mangel hat sich die Fixierung des Druckknopfes erwiesen, diese ist offenbar aus brüchigen Plastik gefertigt, statt zum Beispiel aus solidem Aluminium. So passiert es leicht, daß diese Konstruktion bricht, was auch nicht mehr so einfach zu beheben ist, Kopf und Federn, Bruchstücke fliegen munter in die Gegend und sind unter Umständen komplett verloren. Mit einem kleinen Schraubendreher statt dem Druckknopf läßt sich der Zwischenring zwar noch vom Objekt entriegeln, im normalen Einsatz erweist sich das aber als unpraktisch.

Zusammenfassend: Der recht preiswerte Zwischenring ist ein nützliches Zubehör, welches wirklich gut funktioniert.
Nach der Enttäuschung mit dem Zwischenring von MeiKe zeigt sich hier, daß es auch Fremdanbieter gibt, die solches Zubehör prinzipiell qualitativ gut anbieten können und nicht nur Schrott produzieren, ohne ihn ausgiebig zu testen. Der Zwischenring von Quenox wurde vermutlich vor dem Verkauf sorgfältig geplant und getestet. Das Innenleben funktioniert wirksam als Streulichtfalle.
Die Mängel zeigen aber auch hier, daß bei der Produktion offenbar am falschen Ende ein paar Cent gespart wurden.
Für eine solide Fixierung des Druckknopfes und Federn mit etwas höherer Spannung und außen angebrachten Markierungen hätte man sicher gerne einen Euro mehr für einen solchen Zwischenring ausgegeben.

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